Welche Kennzahl beantwortet welche Frage?

Vier häufig verwechselte Kennzahlen im Vergleich – vom Begriff über ein Beispiel bis zur eigenen Berechnung.

In dieser Reihenfolge vorgehen

  1. Begriff verstehen

    Lies in der Tabelle, welche Frage die Kennzahl beantwortet und was sie nicht beantwortet.

  2. Beispiel ansehen

    Die Praxisfälle rechnen Deckungsbeitrag, Gewinn und Break-even mit fiktiven Zahlen durch.

  3. Eigene Berechnung

    Öffne den passenden Rechner – „Beispiel einsetzen“ zeigt zuerst, wie ein Ergebnis aussieht – und trage dann deine eigenen Werte ein.

Die Kennzahlen im Vergleich

Marge, Deckungsbeitrag, Gewinn und Cashflow: Zweck, typische Frage, benötigte Werte und Grenzen
KennzahlZweckTypische FrageBenötigte WerteGrenzenWeiter
MargeZeigt, welcher Anteil des Verkaufspreises nach den Kosten der Ware oder Leistung übrig bleibt.Wie viel bleibt von einem Verkaufspreis nach dem Einkaufs- oder Herstellpreis?Verkaufspreis und Kostenbasis (z. B. Einstandspreis), beides netto.Kennt weder Fixkosten noch Menge. Bezieht sich auf den Preis – der Aufschlag auf die Kosten. Bei Kosten 0 € ist sie 100 %.Marge-Rechner mit Beispiel
DeckungsbeitragZeigt, was ein Stück (oder ein Auftrag) zur Deckung der Fixkosten beiträgt.Deckt mein Preis die variablen Kosten – und wie viel bleibt für die Fixkosten?Preis und variable Kosten je Einheit; optional die Menge.Ist noch kein Gewinn: Fixkosten sind nicht abgezogen. Ohne richtige Trennung variabel/fix wird er falsch.Deckungsbeitrag-Rechner mit Beispiel
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GewinnZeigt, was nach allen Kosten im betrachteten Zeitraum übrig bleibt (im Modell).Verdiene ich bei meiner Menge im Zeitraum Geld – oder wie viel muss ich verkaufen?Preis, variable Kosten, Fixkosten und Menge im selben Zeitraum.Modellgewinn mit konstanten Preisen und Kosten – nicht automatisch das Ergebnis im Jahresabschluss. Sagt nichts über das Geld auf dem Konto.Gewinn-Rechner mit Beispiel
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CashflowZeigt Ein- und Auszahlungen im Zeitraum – also was tatsächlich an Geld hinein- und herausfließt.Warum habe ich Gewinn, aber wenig Geld auf dem Konto – und reicht das Geld für anstehende Zahlungen?Zahlungsströme (operativ, investiv, Finanzierung) im Zeitraum.Zeigt Zahlungszeitpunkte, keine Rentabilität. Ein positiver Cashflow kann aus Krediten stammen; ein negativer aus einer Investition.Cashflow-Rechner mit Beispiel

Merkhilfe

  • Marge: Wie viel vom Preis bleibt nach den Kosten der Ware? (Anteil am Preis)
  • Deckungsbeitrag: Was bleibt je Stück für die Fixkosten? (Euro je Stück)
  • Gewinn: Was bleibt nach allen Kosten? (Euro im Zeitraum)
  • Cashflow: Wie viel Geld fließt tatsächlich? (Zahlungen im Zeitraum)

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