Finanzen & Liquidität

Liquidität 1., 2. & 3. Grades

Kurz erklärt

Die Liquiditätsgrade vergleichen schrittweise mehr Vermögen mit denselben kurzfristigen Verpflichtungen. Der 1. Grad nimmt nur liquide Mittel, der 3. Grad das gesamte Umlaufvermögen.

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Drei Vermögensgruppen werden jeweils denselben kurzfristigen Verpflichtungen von 20.000 € gegenübergestellt: 50 %, 125 %, 250 %.
Beispiel: 10.000 € liquide Mittel, + 15.000 € Forderungen, + 25.000 € Vorräte und Sonstiges – jeweils gegen 20.000 € Verpflichtungen.
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Drei Zeilen. In jeder Zeile steht rechts derselbe Block „kurzfristige Verpflichtungen 20.000 €“. Links: 1. Grad liquide Mittel 10.000 € (50 %), 2. Grad zusätzlich Forderungen = 25.000 € (125 %), 3. Grad gesamtes Umlaufvermögen 50.000 € (250 %).

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Kasse, Bankguthaben, kurzfristig verfügbare Zahlungsmitteläquivalente

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Material, Waren, unfertige und fertige Erzeugnisse

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Formel

  • L1 = liquide Mittel / kurzfristige Verpflichtungen × 100
  • L2 = (liquide Mittel + Forderungen) / kurzfristige Verpflichtungen × 100
  • L3 = Umlaufvermögen / kurzfristige Verpflichtungen × 100
liquide Mittel
Kasse, Bank, kurzfristig verfügbare Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen
kurzfristige Forderungen
Umlaufvermögen
liquide Mittel + Forderungen + Vorräte + Sonstiges

Beispiel und Rechenweg

Diese Zahlen sind ein dokumentiertes Beispiel – dieselben Werte setzt „Beispiel einsetzen“ ein, und sie stimmen mit dem Bild überein.

  • Liquide Mittel: 10000 €
  • Kurzfristige Forderungen: 15000 €
  • Vorräte: 20000 €
  • Sonstiges Umlaufvermögen: 5000 €
  • Kurzfristige Verpflichtungen: 20000 €
  1. L1 = liquide Mittel / Verpflichtungen × 100 = 10.000,00 € / 20.000,00 € × 100 = 50 %
  2. L2 = (liquide Mittel + Forderungen) / Verpflichtungen × 100 = 25.000,00 € / 20.000,00 € × 100 = 125 %
  3. L3 = Umlaufvermögen / Verpflichtungen × 100 = 50.000,00 € / 20.000,00 € × 100 = 250 %

Liquidität 1. Grades: 50 % – Die liquiden Mittel decken 50 % der kurzfristigen Verpflichtungen; mit Forderungen 125 %, mit dem gesamten Umlaufvermögen 250 %.

So liest du das Ergebnis

Über 100 % heißt: Die jeweilige Vermögensgruppe ist größer als die Verpflichtungen.

Typische Missverständnisse

  • Keine universelle Ampel: Angemessene Werte hängen von Branche und Zahlungszielen ab.
  • Stichtagswerte können sich wenige Tage später deutlich ändern.

Modellannahmen

  • Nicht überlappende Vermögensbeträge.
  • Dieselbe Abgrenzung kurzfristiger Verpflichtungen wie beim Working Capital.

Fachliche Quelle: IHK Regensburg: Kennzahlen zur Früherkennung von Krisen. Das Modell hier ist bewusst vereinfacht.

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